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2021-02-02 14:13

Pressebericht Gesellenprüfung in der Corona- Krise

Gesellenprüfung in der Corona-Krise

Drei Tage praktischer Stress für junge Elektro-Handwerker 

Die Abschlusshürde hat es noch einmal in sich, doch das schreckt die jungen Auszubildenden der Elektro-Innungen nicht, schließlich haben sie dreieinhalb Jahre auf diesen Augenblick hingearbeitet, sich dabei vielfältiges praktisches Wissen angeeignet und für die Theorie gebüffelt. Jetzt wollen sie endlich ihren Gesellenbrief in der Hand halten.

Nach den Theorieklausuren im November des vergangenen Jahres absolvierten jetzt 34 angehende männliche und weibliche Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik bzw. zwei Elektroniker für Automatisierungstechnik im Handwerk, in den Fachräumen der Oskar-von-Miller-Schule, ihre praktische Abschlussprüfung – unter etwas erschwerten Rahmenbedingungen, galt es doch für alle Beteiligten, die Corona bedingten Hygienevorschriften einzuhalten.

Die Aufgabe: das Planen und Erstellen einer Steuerungstechnik für eine Aufzugsanlage auf einem Schaltbrett. Die Prüfungsarbeit wird abschließend sicherheitstechnisch und funktionell überprüft. Drei Tage haben die Auszubildenden insgesamt dafür Zeit. Das ist nicht viel, wenn man bedenkt, dass sie das gesamte Spektrum eines solchen „Auftrags“ abwickeln mussten: Zuerst ein Gespräch beim „Kunden“ – gespielt von den Mitgliedern des Prüfungsausschusses – der seine Wünsche und Anforderungen formuliert, gefolgt vom Planen und Berechnen der Anlage, bis hin zum Aufbau der Schaltanlage und der Inbetriebnahme.

„Wir lassen die Auszubildenden natürlich nicht einfach drauf los werkeln“, erzählt Gerold Montag, Mitglied des Prüfungsausschusses, „nach der anfänglichen Lageschilderung und der Planung gibt es ein zusätzliches Fachgespräch, in dem uns der Prüfling sein Vorhaben erläutert und so auch seine fachliche Kompetenz unter Beweis stellen kann.“ Wenn das Schaltbrett an Tag 2 fertig installiert ist, kommt der große Moment, die Anlage wird unter „realen“ Bedingungen getestet. Wenn der Strom läuft wie geplant, ist das schon mal die „halbe Miete“, jedoch schauen die

Prüfungsausschussmitglieder aber auch genau hin, wie die Anlage aufgebaut ist: ist sie nach VDE montiert, sind alle Sicherheitsvorschriften beachtet worden. Berücksichtigt werden auch Kriterien wie beispielsweise eine „saubere“ ordentliche Verarbeitung von Kabeln, Schaltern, Verbindungen, oder der gesamte optische Eindruck. 

„Die Prüflinge machen alle einen starken Eindruck“, so Gerold Montag, „wir vom Ausschuss würden uns freuen, wenn sie ihre Gesellenbriefe wieder im Rahmen einer Freisprechungsfeier erhalten würden.“ Angesichts der Corona-Zahlen, sieht er dafür allerdings wenig Chancen.

 

Ein eingespieltes Team: die Prüfer Andreas Waßmuth, Stefan Gerbig, Gerold Montag, Michael Englert, Christian Persch, Heiko Büchling, Thorsten Bauer und Saskia Trebing (v. li.)
Jetzt gilt es: Gerold Montag, Heiko Büchling und Saskia Trebing (v. li.) lassen sich von Zidan Kaval beweisen, dass das von ihm gebaute Schaltbrett allen prüfungs- und sicherheitstechnischen Anforderungen genügt.

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